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Der Wolf

lat. Canis lupus, fin.susi (G. suden P. sutta), swe. varg.

Länge 90 - 140 cm, Gewicht 25 - 50 kg, Junge 5-6 jährlich, Alter 12-16 Jahre.

Der Wolf ist der Vorvater des Deutschen Schäferhunds und vieler anderer Hunderassen wie der sibirisichen und kanadischen Schlittenhunde. In Finnland leben und jagen nach neuesten Schätzungen rund 100 Wölfe, die meisten entlang der Grenze zu Russland.

Wölfe jagen, je nach Größe der zu erwarteten Beute, in Rudeln oder paarweise. Ein größeres Rudel kann durchaus einen Elch einkreisen und reißen. Die Wölfe sind bekannt für ihre enge soziale Ordnung sowohl innerhalb des Rudels als auch in Bezug auf ihr Jagdrevier. Je nach Ergiebigkeit haben die Reviere eine Ausdehnung von 25 bis 100 km.

Entgegen dem Volksglauben sind Wölfe dem Menschen ungefährlich, man muss schon über hundert Jahre zurückgehen, um in den finnischen Chroniken einen Fall eines durch Wölfe zu Tode gekommenen Menschens zu finden. Auch dabei (1880 Turku) scheint es sich um ein untypisches Exemplar, nämlich einen gezähmten Wolf gehandelt zu haben. Wilde Wölfe sind außordentlich scheu. Dagegen frei herumlaufende oder im Freien angekettete Hunde sind in Wolfsgebieten eine Seltenheit, denn solche sind eine leichte Beute der grauen Jäger.

Leichter als einen Wolf vors Teleobjektiv zu bekommen ist es, ihr Heulen zu vernehmen. Das Geheul hat verschiedene Funktionen - es hält die Familien und Rudel zusammen und zeigt die Reviergrenzen an. Durch geschicktes Nachahmen des Wolfsgeheuls gelingt es mitunter, Wölfe anzulocken.

Lieblinsspeise der Wölfe sind natürlich Hirsche, Elche und Rehe sowie Schafe und Rentiere. Zur Not begnügt man sich mit Hasen und noch kleineren Nagetieren. Das Landwirtschaftsministerium ersetzt Wolfsschäden, doch sind Rentierzüchter oft unzufrieden mit den Entschädigungssummen und den Antragsformalitäten. Im Winter 2001 griffen in Nordfinnland einige Rentierbesitzer zur Selbstjustiz und trieben mit Motorschlitten ein Wolfsrudel zur Erschöpfung und töteten ein halbes Dutzend Wölfe. Solche und ähnliche Fälle haben schon zu einer Präzisierung der Vorschriften geführt, ab jetzt bedarf es auch in Rentierzuchtgebieten einer Sondererlaubnis zur Wolfsjagd.

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