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Die Robbe

lat. Phoca hispida botnica, fin.norppa (G. norpan P. norppaa), swe. ringlad sälen.

Länge 145 - 195 cm, Gewicht 50 - 150 kg, Junge 1 jedes 4. bis 5. Jahr, Alter 20 - 25 (40) Jahre.

Bei den Robben unterscheidet man in Finnland drei Arten, die Ostsee-Robben, die im Bottnischen Meerbusen zwischen Schweden und Finnland bis südlich in die Gegen von Gotland zu finden sind, die Saimaa-Robben, die im gleichnamigen südostfinnischen Seengebiet stellenweise anzutreffen sind, und die Seehunde des Ostseeraums. Seit dem Ende der Eiszeit sind die Ostsee-Robben von der Population ihrer Artgenossen an der Küste Norwegens getrennt.

Trotz ihres friedlichen Aussehens ist die Robbe ein Raubtier, sie frisst nämlich Fische. Im Winter halten die auf dem Eis lebenden Robben ein Fangloch offen, sogar bei Eisstärken von mehreren Metern, vor denen selbst die berühmten finnischen Eisbrecher kapitulieren müssen.

Noch vor hundert Jahren zählte man im Ostseegebiet an die 100 000 Robben, doch heute sind es weniger als 10 000.

Als einzige Robbenart bauen sich die Ostsee-Robben Nester zwischen Eisschollen und Schneewehen.

Die kleine Population der Saimaa-Robben war und ist ein Sorgenkind der finnischen Tierfreunde und Umweltschützer. Als Fischfresser sind sie mit uns Menschen die Endverbraucher des Pestizidkreislaufs, können jedoch nicht wie wir auf andere Nahrung ausweichen. Seit der mensch seine Gifte wie DDT, Quecksilberund PCB unter Kontrolle gebracht hat, sinkt der Giftgehalt der Fische und verbessern sich die Lebensbedingungen für die Robben. Heute gibt es einige Hundert Saimaa-Robben, und in ihrem Verbreitungsgebiet ist das Fischen mit Netzen eingeschränkt. Fischnetze und -reusen sind nämlich der Hauptfeind der Robbe.

Ein anderes Problem, das der Mensch den Saimaa-Robben bereitet, ist die Regulierung des Wasserspiegels durch Wasserkraftwerke. Wenn sich der Wasserspiegel rasch senkt, erfrieren im Winter die Jungen in den Nestern.

Die Saimaa-Robbe ist ein ausgezeichneter Taucher. Mit 240 g/l Hämoglobin im Blut übertrifft sie die schlimmsten Dopingsünder im Sport und kann bis zu 23 Minuten tauchen.

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