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Der Elch

lat. Alces alces, fin.hirvi (G. hirven P. hirveä), swe. älg.

Länge 200 - 300 cm, Gewicht 240 - 600 kg, Junge 1-2 jährlich, Alter 10- max. 20 Jahre.

Besonders die Stunden nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang sind es, während deren Sie auf Elche treffen können, doch ich wünsche Ihnen, dass es sich dabei um keinen Zusammenstoß bei hoher Geschwindigkeit handeln möge!

Mit Elchen im Straßenverkehr ist nämlich nicht zu spaßen, denn das gekrönte Haupt der finnischen Natur bringt gut und gerne seine 500 bis 600 kg auf die Waage! Der Name Elch ist vom griechischen alké abgeleitet und bedeutet "Kraft". Das finnische Adjektiv hirveä bedeutet "schrecklich" und entspricht dem Partitiv für "Elch" und sagt schon etwas über den Eindruck aus, den das plötzliche Auftreten des Elchbullen vor dem Waldfreund hervorruft. Am verrücktesten treiben es die Jährlinge im Frühling, wenn deren Mütter sie verstoßen haben von Euter und Gefolge. Dann gibt es in Finnland keinen Platz, wo Elche nicht auftauchen können.

Ansonsten sind die Tiere natürlich scheu und weichen dem Menschen aus, schleichen erstaunlich geschickt durch Tann und Dickicht und verraten nur durch ihre Losung ihr Dasein. Doch gelingt es relativ leicht, Elche vor die Linse zu bekommen, vor allen Dingen nachts, wenn die Tiere in Schonungen und auf den zahlreichen verwilderten Weiden Südfinnlands äsen.

Elche sind Leckermäuler! Im Sommer und Herbst schmecken am besten die Kräuter und Blumen von Lichtungen und Sümpfen, im Winter stellt er sich auf die Triebe von Sträuchern und Bäumen um, wählt aber die Opfer sorgfältig aus. Solange er noch Heidelbeerzweige über dem Schnee findet, bevorzugt er diese vor aller anderen Nahrung.

Der Bestand an Elchen wird auf 300 000 Köpfe geschätzt, und nach Meinung der Waldbesitzer sind es viel zu viele, nach Meinung der Jäger genau richtig. Im Herbst kommen auch aus Deutschland viele Waidmänner nach Finnland zur Elchjagd und bezahlen für das Vergnügen große Summen.

Falls Sie also in Finnland mit Ihrem Wagen unterwegs sind, achten Sie auf das Warnzeichen und seien Sie wachsam. Wenn Ihnen ein Elch vor den Kühler springt und Sie nicht bremsen können, versuchen Sie auf das Hinterteil des Tieres zuzusteuern. Meistens nämlich rennen die Viecher vorwärts, niemals im Rückwärtsgang. Obwohl die gefährlichsten Abschnitte der größeren Straßen eingezäunt sind, kann das Elchrisiko nie ganz ausgeräumt werden.

Ein unscheinbarer doch sehr lästiger Begleiter des Elchs ist die Hirschlausfliege (lat. Lipoptena cervi), die zwar Menschen nur selten beißt, sich aber wegen ihres flachen Körpers nur sehr schwer aus den Haaren klauben lässt und das Opfer durch hartnäckiges Herumkriechen zum Verzweifeln bringen kann. Auch Mützen bieten nur geringen Schutz. Die Hirschlausfliege ist in Finnland erst seit einigen Jahrzehnten anzutreffen, dagegen in Deutschland und Polen schon länger einheimisch. Mehr dazu

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