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Der Vielfraß

lat. Gulo gulo, fin.ahma (G. ahman P. ahmaa), swe. järv.

Länge 69-83 cm, Gewicht 8-28 kg, Junge 2-3 jährlich, Alter bis 10 Jahre.

Der Vielfraß ist mit etwa 100 Stück das seltenste Raubtier in Finnland. Er gehört zu den marderähnlichen und ist der größte Vertreter diser Familie. Als in den 1970er Jahren die Motorschlitten eingeführt wurden, nahm der Bestand rasch ab, heute sind die Tiere geschützt und die verursachten Wildschäden werden vom Staat beglichen. Das Hauptverbreitungsgebiet ist Nord- und Ost-Finnland sowie die norwegisch-schwedische Grenzregion. In Finnland wird auch zeitweise versucht, den Vielfraß in der mittelfinnischen Region wieder ansässig zu machen, indem junge Tiere eingefangen und an anderem Ort wieder freigelassen werden.

Seinen hässlichen Namen hat das Viech wohl von missgünstigen Jägern und Wildhütern verliehen bekommen, doch tatsächlich frisst der Gulo gulo eine Menge, wenn er Gelegenheit hat. Nach dem Festmahl zieht er sich zurück und schläft lange.

Doch nicht alles, was der Vielfraß vertilgt, kann ihm als Wildschaden zur Last gelegt werden, etwa zwei Drittel seiner Nahrung besteht aus Aas, von anderen Raubtieren erlegt oder an Schwäche eingegangen.

Trotz ihrer grotesk taumelnden Fortbewegungsart sind die Vielfraße gute Wanderer, die an einem Tage ohne Schwierigkeiten 50 km zurücklegen können und ein persönliches Revier von 2500 qkm kontrollieren. Am Aas gehen ihnen sogar Bären und Wölfe lieber aus dem Weg, ohne sich auf einen Zweikampf einzulassen. Wie die Bären speisen die Vielfraße im Herbst große Mengen Beeren für die Winterruhe.

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