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Rezept des Monats Januar Ren-Sauerkrautsuppe
500 g Sauerkraut in etwas Wasser 1 Stunde lang dünsten
Das Fleisch mit dem Fett anbraten, mit Salz würzen und zum Sauerkraut geben.
Das ganze noch eine Stunde kochen lassen, Wasser nach Belieben hinzufügen.
Guten Appetit! | |
Rezept des Monats FebruarFebruar: Rotbarsch Olari1 - 2 Packungen gefrorenes Gemüse (Wok-Mischung o.ä.) auftauen 500 g Rotbarschfilet mit Zitronensaft und zerlassener Butter bestreichen. Ofen auf 175 Grad beheizen. 1 TL Kardamon mahlen, mit frischem Ingwer und Zwiebeln zu Paste verarbeiten. 200 g Kokosnuss raspeln, mit Wasser mittels Bamix zu Paste verarbeiten.
Die Fischfilets in gefettete ofenfeste Form legen, mit Gemüse-Kokos-Mischung bedecken.
Guten Appetit! | |
Rezept des Monats MärzMärz-Salat aus geräuchertem Ren und Ofenkäse1 Teil hauchdünn geschnittenes kaltgeräuchertes Ren 2 Teile Leipäjuusto (gebackener Colostrum-Frischkäse, ersatzweise Hüttenkäse) 2 Teile rote Weintrauben, 2-geteilt 2 Teile Dosenpfirsich-Stücke 2 Teile eingelegte Selleriewurzel-Streifen grüner Salat, auch verschiedene Sorten alles zerkleinern und mischen, mit Kerbel und Balsamessig würzen. Guten Appetit! | |
Rezept des Monats AprilOrthodoxes Osterdessert: Passa250 g Quark und 100 g Zucker und 1 Esslöffel Vanillezucker verrühren, 50 g zerlassene Butter zurühren, dann 200 g geschlagene Sahne dazumischen. Zum Schluss 100 g Rosinen und 1 Esslöffel geriebene Zitronenschale dazumischen. Die Masse in eine hölzerne Passaform geben. Alternativ in ein großes Melitta Kaffeefilter geben. Überschüssige Feuchtigkeit 24 Std im Kühlschrank abtropfen lassen. Vor dem Servieren stürzen und mit Sahne, Bonbons oder Blüten festlich garnieren.
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Orthodoxes Ostergebäck: KulizaHefeteig aus 0,25 l warmer Milch, 1/2 TL Salz, 40 g frische Hefe und 250 g Weizenmehl bereiten und an warmer Stelle zugedeckt gehen lassen. 2 Eier und 100 g Zucker zu Schaum rühren, mit 75 g zerlassener Butter zum Teig rühren, 100 g gehackte Mandeln und 200 g Rosinen/Korinthen sowie weitere 250 g Weizenmehl zugeben. In tiefe runde Form geben und bei 175 Grad im vorgeheizten Ofen etwa 40 Minuten backen. Die Kuliza soll pilzartig aussehen, oben breit aus der Form wachsend. Guten Appetit und Frohe Ostern!
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Rezept des Monats MaiFinnische Rauchfisch-Butterbrottorte
Die Butterbrottorte ist eine praktische Abänderung des dänischen Smörrebröds. Sie wird besonders im Sommer, anlässlich Abiturfeiern und bei Hochzeitsmahlen und anderen Familienfeiern angeboten. Wie die herkömmliche süße Torte besteht sie aus Schichten, doch anstelle von Kuchenböden werden Brotscheiben und anstelle süßer Füllungen herzhafte Mischungen aus Käse, Wurst und Majonese verwendet. (Anmerkung: die in Finnland viel verwendete zeitsparende Maßeinheit "dl" = Deziliter entspricht 100 ml. 10 dl = 1 Liter) Es ist viel einfacher, bewegliche Zutaten wie Mehl, Zucker usw. im Messbecher zu dosieren als mit der Waage!) Zutaten und Herstellung: 180 g finnisches Roggenbrot (Hapankorppu oder Knäcke) wird fein zerbröckelt und mit 100 g Butter und 1/2 dl Milch vermischt und Hilfe von Butterbrotpapier zu einem runden Tortenboden (etwa 27 cm) gepresst. Praktischerweise wird dazu eine hochrandige Springform mit Pergamentpapier ausgelegt. Füllung: 4 dl Hüttenkäse, 4 dl Frischkäse, 1 TL Apfelessig, 1 mittelgroße zerkleinerte Salzgurke, 1/2 dl gehackten Petersilie, 1/2 dl gehackten Schnittlauch, 1/2 TL schwarzer Pfeffer, 150 g geräucherter Lachs oder Anjovis (zerkleinert). Alles gut vermischen. 5 Blätter Gelatine werden in kaltem Wasser eingeweicht und in 2-3 TL heißem Zitronensaft aufgelöst und in die Füllung gerührt. Die Füllung sodann auf den Brotboden geben. Zudecken und im Kühlschrank bis zum nächsten Tag stehen lassen. Die Springform entfernen und Kuchen vor dem Servieren dekorieren. Guten Appetit und schöne Frühlingsfeste! | |
Rezept des Monats JuniPie von frischem Weißkohl4-6 Portionen Zutaten und Herstellung: (Anmerkung: die in Finnland viel verwendete zeitsparende Maßeinheit "dl" = Deziliter entspricht 100 ml. 10 dl = 1 Liter) Es ist viel einfacher, bewegliche Zutaten wie Mehl, Zucker usw. im Messbecher zu dosieren als mit der Waage!) Boden: 3 dl Weizenmehl, 1 TL Backpulver, 1/2 TL Salz, 100 g Butter oder Margarine, 125 g geriebenen Möhren. Die Zutaten in dieser Reihenfolge zu einem steifen Teig verkneten und damit eine Springform bzw. Auflaufform auslegen. Fullung: Etwa 4 dl feingeschnittenen Weißkohl und 1 feingewogenen Porree in wenig Fett vorgaren. Dann 125 g Möhrenpüree (z.B. aus Kinderfertigkost oder aus gekochten Möhren selbst püriert), 3 EL saure Sahne, 1/2 EL frischer Oregano, 1/2 EL frischer Majoran, 1 TL Salz zugeben und auf den Boden geben. Im Ofen bei 200 Grad 40 min backen. Guten Appetit und schöne Mitsommerfeste! | |
Rezept des Monats AugustFlusskrebs-DinerPro Person werden 10 - 12 mittelgroße Flusskrebse benötigt. Dieses Jahr beginnt die Fangzeit für Flusskrebse am 21. Juli. Die lebenden Krebse werden meist direkt an Restaurants geliefert, doch auch auf den Märkten (Marktplatz Helsinki) können sie zum Stückpreis von ca. 7 Euro gekauft werden. Die lebenden Krebse werden in kochendes Wasser gegeben. Für je 8 Krebse 1 Liter Wasser, 40 g Salz und 2-3 Stück Würfelzucker. Wasser zum Kochen bringen, Salz, Zucker und reichlich Dill zugeben und unter sprudeldem Kochen die gesäuberten und gespülten Krebse. Kochzeit (nachdem das Wasser wieder siedet) 12 - 15 Minuten. Krebse in sauberes Gefäß heben, frischen Dill und etwas vom Kochwasser gesiebt dazugeben und schnell in fließend kaltem Wasser abkühlen. Im Kühlschrank bei 6 Grad ein Tag haltbar. Am einfachsten lassen Sie sich diese Delikatesse in guten Restaurants schmecken. Grundpreis pro Person rund 40 Euro, dazu Krebse zum Stückpreis des Tages. Billiger kommen Sie mit tiefgefrorenen Flußkrebsen aus der Türkei oder Kanada weg. Im Kühlschrank auftauen lassen und mit frischem Dill servieren. Das Krebs-Diner gehört zu den lustigsten Geseligkeiten in Finnland. Der ganze Prozess dauert wenigstens 5 Stunden. Zuerst wird der ärgste Hunger mit einer zur Jahreszeit passenden Vorspeise gestillt wie diese Pfifferlingpfanne: 500 g neue Kartoffeln werden (nicht ganz gar) gekocht. Eine Zwiebel gehackt mit 150 g kleingeschnittenem Speck in der Pfanne bräunen, 200 g Pfifferlinge kleingeschnitten und die gewürfelten Kartoffeln hinzugeben, etwas anbraten und in 1 dl Sahne garen (finnische Sahne hat 37 % Fettgehalt). Mit Salz abschmecken. Getränke: trockener Weißwein (Riesling) und klarer Schnaps (Koskenkorva, Finlandia, Viru Valge). Die Krebse werden auf Toast gegessen. Jeder Gast hat ein Krebsmesser zum Öffnen der Scheren. Nur das Fleisch aus den Scheren und vom Schwanz ist genießbar. 3-5 Krebse für eine Scheibe Toast. Wenn genug Fleisch vorliegt, wird frischgerösteter Toast mit frischer Butter bestrichen und in feingewogenem Dill getupft, der an der warmen Butter kleben bleibt. Krebsstückchen dazulegen und andächtig verzehren. Wichtigste Zutaten: Kerzenlicht, Trinksprüche und Trinklieder und gute Laune. Desser: Rabarbergrütze, Eiskrem, frische Waldbeeren. Guten Appetit und angenehme Augustabende! | |
Rezept des Monats SeptemberKalakukko = Savonische Fischpastete, eines der finnischen NationalgerichteSie benötigen einen auf 250 Grad beheizten Backofen und viel Kraft in den Händen. Zur Füllung 1 kg frische Süßwasserfische, am besten Barsche oder Kleine Felchen, die entschuppt, gesäubert und gegebenenfalls filetiert sind, sowie 300 g dünngeschnittenen Schweinespeck und 1 EL Gewürzsalz. Zutaten für den Teig: Pro Kukko 6 dl (0,6 l) Wasser, 10 dl Roggenmehl und 5 dl Weizenmehl vermischt, 1 EL Salz und 150 g Öl oder weiche Butter. Sie kneten soviel Mehl hinein, bis der Teig fest, aber noch biegsam ist. Den Teig auf dick mit Roggenmehl bestreuter Tischplatte zu einer etwa 1 cm dicken ovalen Scheibe ausrollen. Ränder glattschneiden und Teigreste für später aufbewahren. Nun beginnt das schichtweise Füllen. Die abgetrockneten Fischchen oder Filets werden, Schuppenseite nach unten, in die Mitte der Teigplatte gelegt, so dass ringsum 10 cm frei bleiben. Dann Speckscheiben darauf und mit Gewürzsalz würzen und die nächste Schicht Fisch. Nach drei bis höchstens vier Schichten wird der Kukko geschlossen, indem die Ränder, von den Enden des Ovals angefangen, nach oben gebogen und mit feuchten Fingern bestreichend verschweißt werden. Etwaige Löcher im Teig werden mit Teig repariert und am Schluss aus übriggebliebenem, dünn ausgerolltem Teig ein Hut als Deckel aufgeschweißt. Backen: zuerst eine Stunde bei 250 Grad. Dann herausnehmen, in Alufolie wickeln und noch 4 Stunden bei 150 Grad backen lassen. Herausnehmen und in Styrenkiste abkühlen lassen. Danach den Kukko zuerst umdrehen, damit der Saft sich innen gleichmäßig verteilt. Verzehr: Zuerst wird mit waagerechtem Schnitt der Hut abgetrennt und der Kukko wie eine Torte in Scheiben geschnitten. Wichtig ist, dass beim Backen etwaige Löcher in der Teighülle sofort repariert werden, sonst trocknet die Füllung aus!
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Rezept des Monats OktoberPilzomelette aus TrompetenpfifferlingenSie kaufen auf dem Markt eine tüchtige Portion der Pilze oder holen sie sich aus dem Wald. In Finnland ist der Trompetenpfifferling einer der beliebtesten Speisepilze. Erntezeit September bis - ja bis der Schnee den Waldboden zudeckt. Auch die ersten Nachtfröste können diesem Pilz nichts anhaben. Nicht nur der würzige Geschmack, auch die leichte Zubereitung und die spannende Suche machen aus ihm einen Favoriten. Ihn zu finden ist immer eine Konzentrationsübung, denn er passt sich in der Färbung hervorragend der übrigen Vegetation und den welken Blättern an. Foto Suppilovahvero oder kurz Suppis ist sein Name auf Finnisch, ein Beweis, dass finnische Wörter nicht immer länger sind als deutsche. Cantharellus tubaeformis (lat). Selten ist er von Maden befallen, und die Vertiefung auf dem Hut sowie die platten gelben Stengel unterscheiden ihn von anderen Pilzen. Standort: fichtenhaltiger Wald, feuchte Moose, Preiselbeeren. Zuerst wird der Tromp. in der Pfanne von überflüssiger Feuchtigkeit befreit, dann in Butter angebraten und in gutgeschlagegenen Eierschaum eingebettet und bei mäßiger Hitze gebacken. Getoastete Sonnenblumenbrotschieben mit Pestosoße bestreichen und die Omelette darauflegen.
Guten Appetit und warme Herbsttage!
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Rezept des Monats NovemberKartoffelbrei nach Inkoo-ArtVorgeschichte: Man nimmt an, dass die Kartoffel seinerzeit zuerst im Gut Fagervik bei Ingå (fin. Inkoo) an der Südküste angebaut wurde und von dort aus Finnland erobert hat. Der Überlieferung gemäß brachten entweder die 1762 aus dem Siebenjährigen Krieg zurückkehrenden Soldaten oder die aus Deutschland geworbenen Schmiede die Erdäpfel mit. Die Bauern um Fagervik lernten den Anbau rasch, doch erst wussten sie nicht, ob der ober- oder unterirdische Teil der Pflanze essbar ist. Sie nehmen: reichlich 1 kg Kartoffeln, 1,5 Liter Wasser, 1 TL Salz, 350 g grobes Roggenmehl 1. Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden
Guten Appetit!
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Rezept des Monats DezemberFinnische mürbe Pfefferkuchen und WeihnachtssterneVon den deutschen Pfefferkuchen unterscheiden sich die finnischen durch rustikale Einfachheit. Spekulatius war bis vor einigen Jahren ganz unbekannt, ist aber heutzutage auch in finnischen Lebensmittelläden anzutreffen. Zum Grundrezept gehören Fett, Sirup, Ei und Mehl mit Treibmittel und Gewürzen. Wichtig ist, dass der Teig einen Tag vor dem Backen zubereitet wird und gründlich auskühlen kann. Meistens verwenden die finnischen Weihnachtsbäcker heute fertigen, tiefgekühlten Pfefferkuchenteig. Zubereitung: 2 dl (ca. 250 g) brauner Sirup erhitzen und die Gewürze zugeben (1 TL Gewürzpfeffer, 1 TL Nelkenpulver, 1 TL Ingwerpulver, 2 TL gemahlenen Zimt). 400 g Butter mit 500 g Zucker schaumig rühren, 1 Ei verrühren. 14 dl (ca. 900 g) Weizenmehl mit 3 TL Soda vermischen. Den abgekühlten Sirup, das Mehl und 2 dl Sahne (37 % Fettgehalt) in die Schüssel mit dem Butter-Zuckerschaum geben und flink verrühren. Im Kühlschrank bis zum nächsten Tag aufbewahren. Sie können den Teig auch einfrieren und zum Backen im Kühlschrank auftauen lassen. Portionenweise auf gemehltem Backbrett ausrollen, mit Formen ausstechen und bei 200 Grad etwa 5 Minuten deutlich braun backen. Aus dem Teig lässt sich natürlich auch ein Pfefferkuchenhaus backen, die Teile werden mit erhitztem Zucker verklebt.
Guten Appetit und eine gemütliche Adventszeit! | |
Rezept des Monats Januar 2002Finnischer Grüner Fischlaib
2 dl (0,2 L) Milch-Sahnegemisch und 1 dl Zwiebackkrümel vermischen und 10 min ruhen lassen. Sie mahlen 800 g helle Fischfiles bzw. gefrorenen Fisch in der Küchenmaschine, geben die Zwieback-Milchmasse hinzu, dann 1 zerkleinerte Zwiebel, 2 dl (1 Tasse) Schnittlauch, 1 EL feingewiegter frischer Dill und 1 EL feingewiegte frische Zitronenmelisse, 2 TL Salz, 2 Eier und eine Prise Zitronenpfeffer hinzu und mixen gründlich. Die Masse in eine gefettete rechteckige Form geben, in einer größeren Form ( die als Wasserbad mit heißem Wasser versehen ist) im 200 Grad heißen Ofen etwa 1,5 Stunden garen. Vor dem Stürzen und Schneiden etwas abkühlen lassen. Zu den Fischlaib-Schnitten gekochte Kartoffeln oder Püree mit zitronengewürzter Fischsoße reichen. Noch grüner wird der Fischlaib, wenn Sie beim Füllen der Form nach der Hälfte der Masse gekochten und gehackten Spinat als Band hinzufügen. Guten Appetit! | |
Rezept des Monats Februar 2002Runeberg-Törtchen
1 Ei mit 150 g Zucker, 1 dl Sahne, 1 dl geriebene Mandeln, 2 dl geriebenes Altbrot (Paniermehl), 150 g weichem Fett, 1 Schuss Rum und 1,5 dl Weizenmehl, dem 1 TL Backpulver und 1 TL Kardamonpulver zugesetzt ist, verrühren und in Muffin-Förmchen geben. Saftiger wird das Gebäck, wenn Sie noch 1 dl geraspelten Apfel zurühren. (In Finnland gibt es manchmal zünftige Rohrformen für dieses Gebäck zu kaufen, doch Sie können auch den Teig als Boden backen und in viereckige Stücke schneiden). Backzeit 15 Minuten bei 225 Grad. (1 dl = 1/10 L = 100 ml) Nach dem Abkühlen wird aus Zuckerguss ein Ring gezogen und dieser mit Himbeermarmelade gefüllt. Guss: 1 dl Puderzucker und 2 TL Wasser oder Saft. Guten Appetit! | |
Rezept des Monats April 2002Vorschmack
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Rezept des Monats Mai 2002Morchelsuppe und Birkensaft
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Rezept des Monats Juni 2002Finnisch-amerikanischer PieDie Finnen, die Mitte des 19. Jahrhunderts und später nach dem 2. Weltkrieg nach Nordamerika auswanderten, haben ihre Traditionen gut bewahrt. Die hier vorgestellte Pastete war der "Henkelmann" des finnischen Forstarbeiters. Zutaten:
Pastetenteig:
7 1/2 dL Weizen- oder Brötchenmehl
1 1/2 TL Salz
1 TL Backpulver
250 g Margarine oder Schmalz
1 Ei
1 EL Weinessig
4 EL kaltes Wasser
1. Mehl, Salz und Backpulver in Backschüssel vermischen, Fett hineinkneten. 2. Ei, Essig und Wasser verquirlen. Zum Mehlgemisch geben und zu Teig verarbeiten. Für eine Stunde in den Kühlschrank geben. Der Teig reicht für zwei Pasteten.
Füllung:
4 Kartoffeln gewürfelt
1 große Mohrrübe gewürfelt
1 kleingehackte Zwiebel
(Steckrübenwürfel)
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
250 g Rindfleisch fein gewürfelt oder gehackt
4 EL Butter
1. Wurzelgemüse waschen und zerkleinern. Alle Zutaten vermischen und würzen. 2. Teig in zwei Hälften teilen und zu großer runder Platte ausrollen. Füllung auf eine Hälfte der Platte geben und darüber die Butter geben. Die andere Teighälfte darüberstülpen und die Ränder zusammenpressen (befeuchten hilft). 3. Die Halbmondförmigen Pasteten auf Backpapier und Backblech heben. Zuerst 20 Minuten bei 200 Grad, dann noch 30-40 Minuten bei 175 Grad backen. Die abgekühlte Pastete in den Rucksack, Motorsäge in die Hand und nichts wie weg zum Bäumefällen! Guten Appetit! Zum Anfang |
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Rezept des Monats November 2002Korvapuustit "Ohrfeigen"
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Rezept des Monats Dezember 2002Butterkremtorte "Ellen Svinhufvud"Ursprünglich handelt es sich um das Rezept für eine Pariser Création namens "Fragilité". Die Gattin des ehemaligen Staatspräsidenten Svinhufvud liebte diese Torte, und so wurde sie in Finnland umgetauft. Die Torte gehört zu jedem Bankett am 6.12. zur Feier des Unabhängigkeitstages! Man nehme: 5 Eiweiß zu Schaum schlagen, 200 g Puderzucker zufügen und sehr steif schlagen. 150 g geschälte und gemahlene Mandeln hineinrühren und die Masse in Form von 4 viereckigen, gleichgroßen Scheiben auf Backpapier verteilen und bei schwacher Hitze im Ofen trocknen. Butterkrem-Füllung: 4 Esslöffel Zucker mit 2 dl Sahne aufkochen und 2 dl starker kalter Kaffee zugeben und verrühren. Nach Erkalten die Flüssigkeit nach und nach in 300 g schaumig gerührte Butter einrühren (immer in gleicher Richtung rühren). Zum Schluss 100 g geschälte und sehr fein gehackte Mandeln zurühren. Die getrockneten Böden vorsichtig vom Papier lösen und mit der Füllung dazwischen aufschichten. Auf die letzte Platte kommt eine dicke Schicht Puderzucker und als Verzierung ganze Mandeln. Guten Appetit! Zum Anfang |
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Rezept des Monats Juni 2003Fischfrikadellen "Hauhos Paavo"Sie brauchen dazu natürlich erstmal frische Fische, am besten Brachsen, doch auch Hechte oder Plötzen eignen sich! Filetieren Sie die Fische, kochen Sie sie vorsichtig nicht zu lange und entfernen Sie die Gräten. Dann mahlen Sie ein Kilogramm mit der Fleischmühle und vermischen es mit 4 Eiern, 2 dl Sahne, 2 dl Fischbrühe, 4-10 gehackten Zehen Knoblauch, 2 TL Salz und nach Bedarf Weizenmehl zu einem Brei, den Sie nach Geschmack mit Dill, weißem und schwarzem Pfeffer usw würzen. Als dünne Frikadellen in der Pfanne braten und mit Kartoffelpüree oder neuen Kartoffeln sowie Pilzsalat reichen. Guten Appetit! In der Hauho-Gegend, also nordöstlich von Hämeenlinna, im Dörfchen Alvettula, aßen wir diesen Sommer vorzügliche Fischwurst, also Wurst aus frischen Fischen bereitet und vor unseren Augen gegrillt! Restaurant Miekka Zum Anfang |
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Rezept des Monats September 2003Finnischer Preiselbeer-SchaumEin beliebtes Gericht, dass eigentlich rund ums Jahr gegessen wird, denn Finnen machen Preiselbeeren ein, indem die Beeren grob zerstoßen im eigenen Saft ohne irgendwelche Zutaten oder Konservierungsstoffe in fest verschlossenen Plastikeimern kühl aufbewahrt werden. Preiselbeeren enthalten ja bekanntlich viel natürliche Sorbinsäure. Im Gegensatz zur in Deutschland beliebten Roten Grütze ist die finnische Version luftig locker und nicht zu süß! Sie nehmen 5 dl (0,5 Liter) frische oder zerstampfte Preiselbeeren und fügen in einem engen hohen Gefäß 1 dl (100 ml) Wasser dazu. Ich habe für den Zweck ein passendes Marmeladenglas, dessen sich verengender Rand das Herausspritzen des Saftes verhindert. Die Beeren mit Handmixer zu feiner Masse mahlen und mit 1 Liter Wasser in einen etwa 3 l fassenden Kochtopf spülen. Am einfachsten gelingt es, wenn der Topf Teflonbelag hat, dann brennt so schnell nichts an. Die Masse zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit vermischen Sie 1,5 dl Grießmehl und 1,5 dl Zucker. Wenn die Beeren an zu kochen fangen, die Hitzezufuhr mindern, (von 6 auf 3 etwa) und unter ständigem Rühren das Grießmehl mit dem Zucker hinzufügen. Der Brei muss neu kochen und auf kleiner Hitze 5 -10 min köcheln. Aufpassen, dass am Boden nichts anbrennt und oben nichts überkocht, also lieber nicht ans Telefon gehen!
Danach von der Platte nehmen und im kalten Wasserbad abkühlen lassen. Wenn der Brei handwarm ist, in ein 2 l Glas- oder Porzellangefäß geben und mit dem elektrischen Schneebesen tüchtig schlagen, als ob Sie Schlagsahne machen wollten. Der dunkelrote Brei wird schließlich rosa und wächst durch die Luftblasen um die Hälfte an. Lassen Sie den Preiselbeer-Schaum gründlich abkühlen und erstarren. Sie können ihn auch fertig portionieren und erkalten lassen. Mit frischer Milch hineinlöffeln, nicht nur zum Nachtisch, sondern auch zwischendurch! Um bei der Wahrheit zu bleiben: die Finnen kochen die zerstampften Beeren mit dem Wasser auf, sieben die Schalen weg und verwenden nur den Saft, doch meine Methode liefert ein gesünderes Gericht, denn die wertvollen Ballaststoffe der Preiselbeeren werden mitverwendet und das Endresultat ist vom Originalrezept kaum zu unterscheiden. Statt Preiselbeeren können Sie natürlich auch Johannisbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, warum nicht auch Pflaumen, Äpfel oder Birnen verwenden. Probieren geht über Studieren! Guten Appetit! Zum Anfang |
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Rezept des Monats Januar 2005Ooländischer PfannkuchenDiese Version wird im Inselreich der Åländer gepflegt. Der Teig wird auf die Ofenpfanne gegossen und im vorgeheizten Backofen bei 225 Grad gebacken. Schritt 1: Sie nehmen 5 dl (0,5 Liter) Vollmilch und 1 dl Wasser und erhitze diese vorsichtig zum Kochen. Die Zugabe von Wasser hilft, das Anbrennen zu verhindern. Dann geben Sie in die heiße Milch unter eifrigem Rühren 1,5 dl Weizengrieß und köcheln daraus einen Brei (10 min). Schritt 2: Schlagen Sie ein Ei mit 1 dl Zucker und geben Sie nach Belieben gehacktes Kardamon und geriebene Zitronenschale oder Vanillezucker hinzu. Vermischen Sie den erkalteten Brei mit dem Eischaum und rühren Sie noch 1 dl Weizenmehl darunter. Den Teig gießen Sie auf Ihre gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Ofenpfanne und darüber 50 g ausgelassene Butter oder Margarine. Der Pfannkuchen wird bei 225 Grad gebacken, bis er goldgelb ist. Nach dem Backen kurz abkühlen lassen und in Portionen schneiden. Zünftig wird der Pfannkuchen mit Erdbeermarmelade und Schlagsahne genossen Guten Appetit! Zum Anfang |
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