Im Farbenmeer des Septembers!Diesen Herbst war die Farbenpracht des lappländischen Herbstes prächtiger, als sich viele erinnern können. Die Herbstlaubverfärbung (Finnisch einfach ruska) hängt von der Regenmenge des vorhergehenden Sommers und den ersten Nachtfrösten und anderen Witterungsbedingungen ab. Man unterscheidet zwischen puuruska, der Baumverfärbung, und maaruska, der Bodenverfärbung. Letztere rührt von den Blättern der Heidel- Moos- und Preiselbeeren und anderen Bodenpflanzen ab. Wenn es stürmt, werden die Bäume natürlich schnell kahl.
Die Eberesche, der heilige Baum der Finnen, färbt sich fantastisch tiefrot. Ihr Vorkommen beschränkt sich in Lappland auf Siedlungen.
Die Heidelbeeren waren noch lecker und die Preiselbeeren groß und reif!
Den besten Ausblick hat man nicht von den höchsten Gipfeln sondern eher von bescheidenen Anhöhen.
Stockwandern auf den Tunturis der Pallas-Gruppe.
Wir nähern uns dem Kilpis-See und dem unverwechselbaren Saana-Tunturi (1024 m). Wie der Rücken einer Schildkröte überragt der Berg den See und die Hotels an diesem "Daumen" des Arms der finnischen Karte, wo die drei Länder Finnland, Norwegen und Schweden aufeinandertreffen. Zum norwegischen Skibotn sind es 60 km, doch Nordnorwegen ist eine touristische Wüste im Vergleich zu Finnland.
Bis zur halben Höhe führen hölzerne Treppenstufen, die letzten 300 m Höhe und 2 km zum Gipfel sind normaler gekennzeichneter Fußpfad. Die Nachbarberge liegen schon in Norwegen. Der Gipfel der Saana besteht aus einer Schicht harten, relativ jungen Felsens (400 Millionen Jahre alt), die sich über die weichere, 2800 Millionen Jahre alte finnische Felsplatte geschoben hat.
Oben ist es ungemütlich kalt. Regenwolken versperren uns die Sicht auf die schneebedeckten Häupter der norwegischen Berge.
Zurück auf Pallas. Die Zwergbirken färben sich rot und gelb. Wir stoßen auf eine Schar Schneehühner, doch auf den Fotos sind sie von Geröll nicht zu unterscheiden - wirklich gut getarnt!
Eine Schneeschauer umkreist den Tunturi.
Am nächsten Tag, am Morgen unserer Abreise, überrascht uns in Muonio der erste Schnee. |
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