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Finnische Architektur - gibt es das?

Repräsentieren die großen finnischen Architekten des XX. Jahrhunderts wie Saarinen, Aalto und Ruusuvuori einen klar erkennbaren "finnischen" Stil? Oder stehen sie jeder nur für sich ein? Entscheiden Sie selbst!

Der Marmor-Ästhtet: Alvar Aalto (1898-1976)

Der international angesehendste finnische Baumeister ist ohne Zweifel Aalto. In Helsinki hat er viele Gebäude hinterlassen, so beide Konzertsäle, die Finlandia-Halle und das Kulturhaus. Aalto begnügte sich nicht mit Gebäuden, als Detailfanatiker entwarf er auch eine ganze Serie von Möbeln, die durch die Firma Artek vertrieben werden.


Aaltos Finlandia-Halle

Die Finlandia-Halle ist ein eindrucksvoller und eleganter Bau. Leider ging die Ästhtik Aaltos hier nicht im Gleichschritt mit den Realitäten. Die Fassade aus Carara-Marmor hält das finnische Klima nicht aus, sondern buckelt sich und wird brüchig und muss alle 25 Jahre ausgewechselt werden. Der Konzertsaal in Fächerform hat eine so trockene Akustik, dass die Orchestermitglieder Mühe haben, einander zu hören. (Trotzdem haben sich die beiden ansässigen Sinfonie-Orchester, die Helsinki-Philharmonie und das Radio-Sinfonie-Orchester, zu Spitzenklangkörpern entwickeln können!)

Im kleineren, auch von Aalto entworfenen Kulturhaus hingegen ist die Akustik so gut, dass die Orchester Hörschäden befürchten müssen. Den vielleich größten Fehler kreiden die Bewohner Helsinkis dem Star-Architekten Aalto jedoch wegen des aufdringlichen Gebäudes am Südhafen an, dass die ganze Silouette der Stadt verschandelt. Doch ein Teil der Verantwortung trägt natürlich der Besteller, der Industriekonzern Enso-Gutzeit.


Das Enso-Gutzeit-Gebäude vom Marktplatz aus gesehen

Alvar Aaltos Architektur in Seinäjoki (Südbottnien)


Die Kirche "Kreuz des Flachlandes" ist Teil des von Aalto entworfenen eindrucksvollen Gebäudekomplexes, zu dem außer der Kirche das Rathaus, das Stadttheater und die Bibliothek gehören.

Innenansicht der Kirche in Seinäjoki

Die Bibliothek in Seinäjoki


Villa Mairea in Noormarkku (Heim für Maire Gullichsen und Gemahl)

 

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